Tanabata: Sternenfest

BeitragThema: Tanabata: Sternenfest Geschrieben: So 12 Jun 2016 - 11:28

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© By Khaled Faranbald

Warum wird japanische Tanabata am 7. Juli gefeiert?
Obwohl die Sterne in der japanischen Mythologie nicht die zentrale Rolle wie z.B. in der europäischen Tradition einnehmen, gibt es mit dem Tanabata-Fest zumindest eine Ausnahme. Denn das japanische Sternenfest beschreibt mythologisch eine bestimmte Sternenkonstellation in Form einer tragischen Geschichte eines Liebespaares, das bis auf einen Tag im Jahr durch die Milchstraße getrennt bleiben musste.
Nach dem alten japanischen bzw. chinesischen Mondkalender wurde dieses Datum als der siebte Tag des siebten Monats definiert.
In der Moderne hat man dies dann auf den 7. Juli transferiert. Bevor wir hier einen Blick auf die Tradition werfen, zunächst ein paar Worte zu der angesprochenen Liebesgeschichte und ihrem Bezug zum Tanabata.



Die Liebesgeschichte der Sterne Wega und Altair
Diese bezieht sich in ihrem Kern wesentlich auf eine chinesische Überlieferung namens Qīxī  und erzählt in ihrer gängigsten Variante von der Weberin Orihime (Weberprinzessin), ihres Zeichens Tochter des Himmelsgottes, und dem Rinderhirten Hikoboshi (männlicher Stern). Orihime galt als besonders fleißig und um ihr etwas Abwechslung von der Arbeit zu gewähren, verheiratete ihr Vater sie mit besagtem Rinderhirten Hikoboshi.
Aber wie das nun mal mit der Liebe so ist, hatten die beiden nur noch Augen füreinander und vernachlässigten ihre Arbeit. Zur Strafe verbannte der Himmelsgott Hikoboshi auf das andere Ufer des großen Flusses, der in dieser Mythologie eindeutig als Milchstraße identifiziert werden kann. Da die beiden Liebenden vor lauter Trauer auch nicht unbedingt wieder fleißiger wurden, erlaubte ihnen der nicht mehr ganz so zornige Vater, sich einmal im Jahr an besagtem Tag sehen zu dürfen. Dies ist in der modernen Zeitrechnung eben der 7 Juli.



Wie wird das japanische Sternenfest gefeiert?
Brauch ist es, dass die Menschen am Abend vor dem Fest hier Bambusbäume aufstellen und an diese Zettel mit Wünschen aufhängen. Dieser Brauch geht mit der Hoffnung einher, dass die so formulierten Wünsche dann auch in Erfüllung gehen werden. In diesem Sinne ist Tabanata also auch ein Fest der Hoffnung. Aber, und dies ist ebenfalls wichtig, regnet es am 7. Juli, so kann Hikoboshi den großen Fluss nicht überqueren, da dieser zu breit bzw. tief geworden ist. Hoffen wir also mal auf gutes Wetter.
Tanabata wird auch  in vielen chinesischen Städten gefeiert, zum Teil mit großen Festivals und Feuerwerken, genau wie in Japan. Eine verbreitete Tradition ist es, an diesem Tag seine Wünsche auf bunte Papierstreifen zu schreiben und diese an Bambuszweige zu hängen. An manchen Orten lässt man die geschmückten Bambuszweige auf einem Fluss schwimmen und zündet sie nach dem Fest an.

Tanabata: Sternenfest

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